Radrouten und Touren, KVB-Rad-Preise, Radstationen, kostenlose Lastenräder, E-Scooter-Regeln und was wirklich gegen Fahrraddiebe hilft – alles fürs Rad in Köln.
19 EinträgeStand November 2026
Radrouten, Stationen und Anbieter
19 Einträge
KVB-Rad (nextbike)
Leihrad
Stadtweit
Das Leihrad-System der KVB, betrieben mit nextbike. Ausleihe per nextbike-App oder mit verknüpfter VRS-Chipkarte; Rückgabe kostenlos an Stationen und in nicht eingefärbten Straßen, in der gelben Zone gegen 1 € Aufpreis, sonst 20 € Servicegebühr. Mit digitalem KVB-Abo, Deutschlandticket der KVB oder VRS-Chipkarte sind die ersten 30 Minuten jeder Ausleihe frei.
Basistarif
Basistarif1 € je 15 Min., max. 15 € / 24 Std.
Mit VRS-Chipkarte / KVB-Abo / D-Ticket (KVB)
Mit VRS-Chipkarte / KVB-Abo / D-Ticket (KVB)erste 30 Min. frei, dann 1 € je 30 Min., max. 9 € / 24 Std.
nextbike-Abo
nextbike-Abo10 €/Monat oder 60 €/Jahr, je Ausleihe 30 Min. inklusive
Pässe
Pässe1,79 € (30 Min. in 24 Std.), 3,29 € (60 Min. in 72 Std.), 5,99 € (120 Min. in 7 Tagen)
Laut Stadt Köln verleihen derzeit Bolt, Dott, Lime, RideMovi, Ryde und Voi E-Scooter per App; ausleihen darf man ab 18 Jahren. Die Ausleihe lässt sich nicht beenden in linksrheinischen Fußgängerzonen, auf Brücken, am Rheinufer (inklusive 30 m Abstand), an Gewässern und in Grünanlagen. In Altstadt und Kolumbaviertel geht das Abstellen nur an 16 Rückgabestationen, an Wochenendnächten zusätzlich nicht an Ringen (Friesenplatz–Rudolfplatz), Zülpicher Straße und im Belgischen Viertel. Verkehrsbehindernd abgestellte Scooter kosten 15 € Verwarngeld.
Einer der Anbieter, die laut Stadt Köln derzeit E-Scooter in Köln verleihen. In Altstadt und Kolumbaviertel wie bei allen Anbietern nur an festen Rückgabestationen abstellen.
Bewachtes Fahrradparkhaus mit über 900 Plätzen am Breslauer Platz direkt hinter dem Hauptbahnhof, getragen von IN VIA Köln. Dazu Fahrradverleih, Meisterwerkstatt und geführte Radtouren durch Köln.
Öffnungszeiten
Apr–Sept Mo–Fr 7–21 Uhr, Sa 8–20 Uhr; Okt–März Mo–Fr 7–20 Uhr, Sa 8–20 Uhr; mit Halbjahres- oder Jahresticket rund um die Uhr per Chip
Saisonale Verleihstation von IN VIA am Rhein mit 20 City-Bikes – gut für Touristen und spontane Rheintouren. Rückgabe auch an der Radstation am Hauptbahnhof möglich.
Öffnungszeiten
in der Saison (2026: 3. April bis 29. September) meist Fr–So 12–20 Uhr; Winterpause bis April 2027
Stadt, Deutsche Bahn, KVB und Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg bauen seit den 1990er-Jahren Radabstellanlagen an Haltestellen und Bahnhöfen. Laut Stadt gibt es über 14.300 Stellplätze, darunter überdachte Anlagen und etwa 500 abschließbare Fahrradboxen; die Boxen vermietet die Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Tel. 0221 9420110).
Kostenlose Lastenrad-Ausleihe für alle in Köln: Die Räder stehen bei Cafés, Privatleuten und sozialen Einrichtungen, die Übergabe läuft persönlich an der jeweiligen Station. Nach Registrierung über die Standortkarte auf der Website buchen.
Durchgehende Radfahrstreifen auf den Kölner Ringen vom Hansaring bis zum Ubierring, je Richtung rund 5 km; an engen Stellen gibt es Schutzstreifen. Bei einer Zählung am Hohenzollernring im Mai 2025 fuhren dort an einem Tag mehr Räder (11.256) als Autos (10.585).
Der internationale Rheinradweg EuroVelo 15 führt von der Quelle des Rheins bis zur Nordsee und quert dabei Köln – im Stadtgebiet geht es weite Strecken am Ufer entlang. Gut für Familien und Tagesausflüge flussauf- oder flussabwärts.
Zusammenhängendes grünes Band von rund 7 km zwischen dem Rhein in Riehl und der Luxemburger Straße, mit Wiesen, Sportflächen und dem Aachener Weiher – eine entspannte Querverbindung durch die linksrheinische Stadt.
Mit rund 800 Hektar, davon etwa 400 Hektar Wald, ist der Äußere Grüngürtel die größte städtische Grünfläche Kölns. Er wurde in den 1920er-Jahren auf dem ehemaligen Festungsgürtel angelegt; für Radtouren lassen sich beliebige Abschnitte kombinieren, etwa mit dem Stadtwald in Lindenthal.
Eine von acht geplanten RadPendlerRouten der Stadt, die strahlenförmig von der Innenstadt ins Umland führen sollen. Seit Dezember 2025 ist die Düsseldorfer Straße in Mülheim zwischen Mülheimer Freiheit und Heinrich-Gilsbach-Straße als Fahrradstraße Teil der Route Richtung Leverkusen.
In Fahrradstraßen gilt für alle höchstens Tempo 30, Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, und Autos dürfen nur hinein, wenn ein Zusatzschild wie „Anlieger frei“ oder „Kfz frei“ es erlaubt. Überholt werden darf nur mit mindestens 1,50 m Abstand; an Kreuzungen gelten die normalen Vorfahrtsregeln. Ein Beispiel ist die Düsseldorfer Straße in Mülheim.
Der Kreisverband Köln des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs mit Geschäftsstelle im Mauritiussteinweg. Er bietet Radtouren an, informiert über den Radverkehr in den Stadtbezirken und setzt sich in der Kommunalpolitik für bessere Radwege ein.
In Bus und Bahn fährt das Rad mit, wenn Platz ist – ein Anspruch besteht nicht, Kinderwagen und Rollstühle haben Vorrang. Nötig ist ein Fahrradticket; zusammengeklappte Falträder fahren kostenlos, Pedelecs und E-Bikes sind erlaubt. Im Schienenersatzverkehr ist keine Mitnahme möglich, E-Scooter dürfen in KVB-Bussen und -Bahnen gar nicht mit.
24hTicket Fahrrad (Rheinlandnetz)
24hTicket Fahrrad (Rheinlandnetz)4,50 €
24hFahrradTicket NRW
24hFahrradTicket NRW6,30 €
NRWupgradeFahrradMonat
NRWupgradeFahrradMonat47,80 €/Monat (Zusatz zu D-Ticket/Abo)
Köln wird zur Fahrradstadt – langsam, aber messbar: Im ersten Halbjahr 2026 erfassten die städtischen Zählstellen gut 11,7 Millionen Radfahrende, etwa 1 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ringe haben durchgehende Radfahrstreifen, und am Hohenzollernring fahren an manchen Tagen mehr Räder als Autos. Hier findest du Leihangebote, Regeln, Routen und Tipps für den Alltag auf dem Rad.
11,7 Mio.Radfahrende an den Zählstellen, 1. Halbjahr 2026
16.679Rekordtag am Hohenzollernring (19. März 2026)
0 €erste 30 Min. KVB-Rad mit Abo oder VRS-Chipkarte
900+bewachte Plätze in der Radstation am Hbf
Leihräder, Radstationen und Lastenräder
KVB-Rad – die Tarife
Basistarif
1 € je 15 Min., max. 15 € pro 24 Std.
VRS-Chipkarte, digitales KVB-Abo oder D-Ticket der KVB
erste 30 Min. je Ausleihe frei, dann 1 € je 30 Min., max. 9 € pro 24 Std.
nextbike-Abo
10 € im Monat oder 60 € im Jahr, 30 Min. je Ausleihe inklusive
Pässe
1,79 € (30 Min. in 24 Std.), 3,29 € (60 Min. in 72 Std.), 5,99 € (120 Min. in 7 Tagen)
Studierende
Vergünstigungen an kooperierenden Hochschulen (CAMPUSbike)
Ausleihe per nextbike-App oder mit verknüpfter VRS-Chipkarte, bis zu vier Räder pro Konto. Rückgabe kostenlos an Stationen und in nicht eingefärbten Zonen, in der gelben Zone 1 € Aufpreis, anderswo 20 € Servicegebühr.
Radstation am Hauptbahnhof
Parken
1,90 € pro Tag, 20 € im Monat
Halbjahr / Jahr
100 € / 190 €, mit Chip rund um die Uhr
Servicezeiten
Mo–Fr 7–21 Uhr (Okt–März bis 20 Uhr), Sa 8–20 Uhr
Am Breslauer Platz betreibt IN VIA Köln ein bewachtes Fahrradparkhaus mit Werkstatt und Verleih. In der Saison (2026: 3. April bis 29. September) gibt es zusätzlich die Verleihstation am Rheinufer an der Markmannsgasse, meist freitags bis sonntags.
Lastenrad leihen – kostenlos
Über KASIMIR leihst du kostenlos Lastenräder, die bei Cafés, Privatleuten und sozialen Einrichtungen stehen. Registrieren, über die Standortkarte buchen und an der Station persönlich abholen.
E-Scooter: Regeln in Köln
Was überall gilt
Alter: Leih-Scooter ab 18 Jahren, private Scooter ab 14. Kein Führerschein, keine Helmpflicht – ein Helm wird trotzdem empfohlen.
Wo fahren: Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen sind Pflicht, auch wenn sie nicht blau beschildert sind; sonst die Fahrbahn. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu.
Alkohol: ab 21 Jahren gilt 0,5 ‰ – darüber in der Regel 500 €, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte; ab 1,1 ‰ ist es eine Straftat.
Bus und Bahn: E-Scooter dürfen in KVB-Bahnen und -Bussen nicht mitgenommen werden.
Kölner Abstellregeln
Verbotszonen: linksrheinische Fußgängerzonen, Brücken, Rheinufer (inklusive 30 m Abstand), Gewässer und Grünanlagen – dort lässt sich die Miete gar nicht beenden.
Altstadt und Kolumbaviertel: Rückgabe nur an 16 ausgewiesenen Stationen.
Wochenend-Nächte: Fr 20 Uhr bis Sa 6 Uhr und Sa 20 Uhr bis So 6 Uhr keine Rückgabe auf den Ringen zwischen Friesenplatz und Rudolfplatz, an der Zülpicher Straße, im Belgischen Viertel und in Altstadt/Kolumbaviertel.
Anbieter: laut Stadt derzeit Bolt, Dott, Lime, RideMovi, Ryde und Voi.
Verkehrsbehindernd abgestellt
15 €
Auf dem Gehweg gefahren
15–30 €
Ohne Versicherungsaufkleber
40 €
Ohne Betriebserlaubnis
70 €
Drei Radtouren durch Köln
1. Rheinrunde Süd
Start am Dom, am Rheinufer vorbei an Altstadt und Schokoladenmuseum durch den Rheinauhafen mit den Kranhäusern. Weiter am Wasser bis Rodenkirchen, über den Radweg der Rodenkirchener Brücke auf die andere Rheinseite und durch die Poller Wiesen zurück nach Deutz. Über die Hohenzollernbrücke geht es zurück zum Dom – dort teilst du dir den Weg mit vielen Fußgängern.
2. Grüngürtel & Stadtwald
Durch den Inneren Grüngürtel, der sich rund 7 km vom Rhein in Riehl bis zur Luxemburger Straße zieht, vorbei am Aachener Weiher. Weiter in den Stadtwald mit seinen Wiesen, zwei großen Weihern und dem Tierpark an der Kitschburger Straße, danach nach Belieben durch den Äußeren Grüngürtel. Fast durchgehend im Grünen – gut mit Kindern.
3. Am Rhein nach Norden
Vom Dom am linken Rheinufer nach Norden über Riehl, Niehl und Merkenich in die Rheinauen bei Worringen. Wer noch weiter will, fährt bis Dormagen und nimmt ab dort die S 11 zurück nach Köln (Fahrradticket nötig). Ein Teil der Strecke folgt dem internationalen Rheinradweg EuroVelo 15.
Routenvorschläge über bestehende Wege – plane die Strecke vorab mit einer Radkarte. Kleinere Abschnitte teilen sich Rad- und Fußverkehr, besonders am Rheinufer bei schönem Wetter.
Diebstahlschutz
Sicher abstellen
An vielen Haltestellen und Bahnhöfen gibt es Bike+Ride-Anlagen – laut Stadt über 14.300 Stellplätze, darunter etwa 500 abschließbare Fahrradboxen zum Mieten. Am Hauptbahnhof steht dein Rad in der bewachten Radstation. Achtung: Im Haltestellenbereich selbst ist das Abstellen verboten, die KVB lässt dort abgestellte Räder kostenpflichtig entfernen.
Rad codieren lassen
Eine eingravierte Eigentümer-Codierung hilft, gestohlene Räder zuzuordnen.
So machst du es Dieben schwer
Gutes Schloss: Bügel- oder Faltschloss statt dünnem Kabel.
Immer anschließen – an einen festen Bügel, Rahmen und Vorderrad zusammen. Nur „abschließen“ reicht nicht, Räder werden weggetragen.
Nachts drinnen: Keller, Hof oder bewachte Radstation.
Fahrradpass: Rahmennummer, Fotos und Kaufbeleg sichern – ohne Rahmennummer kann die Polizei kaum etwas tun.
Versicherung: Hausrat deckt Räder oft nur mit Zusatzbaustein – Bedingungen prüfen.
Gestohlen? Anzeige bei der Polizei, auch online über die Internetwache NRW – nötig für die Versicherung.
Häufige Fragen
Darf ich mein Fahrrad in der KVB mitnehmen?
Ja, wenn Platz ist – im Bus auf dem Platz für Kinderwagen, in Bahnen in den mit Fahrradsymbol gekennzeichneten Bereichen; Kinderwagen und Rollstühle haben Vorrang, ein Anspruch besteht nicht. Du brauchst ein Fahrradticket (24hTicket Fahrrad 4,50 €, 24hFahrradTicket NRW 6,30 €, Stand 1.1.2026). Zusammengeklappte Falträder fahren kostenlos, Pedelecs und E-Bikes sind erlaubt, E-Scooter nicht; im Schienenersatzverkehr ist keine Fahrradmitnahme möglich. Mehr auf der Seite Bus & Bahn (KVB).
Darf ich in der Schildergasse und Hohe Straße Rad fahren?
Nur zu den freigegebenen Zeiten – Schildergasse, Hohe Straße und Gürzenichstraße sind seit September 2016 zeitweise für den Radverkehr geöffnet. Welche Zeiten gelten, zeigen die Zusatzschilder an den Zugängen; außerhalb der Freigabe gilt Schieben. Für E-Scooter sind Fußgängerzonen immer tabu.
Was ist eine Fahrradstraße?
Eine Straße, die in erster Linie dem Radverkehr gehört: Für alle gilt höchstens Tempo 30, Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, Autos nur mit Zusatzschild wie „Anlieger frei“. Überholen ist nur mit mindestens 1,50 m Abstand erlaubt. Eine generelle Vorfahrt für Räder gibt es nicht – an Kreuzungen gelten die normalen Regeln, oft rechts vor links.
Wie komme ich mit dem Rad sicher über den Rhein?
Die Kölner Rheinbrücken haben Rad- und Gehwege. Am angenehmsten in der Innenstadt sind die Deutzer Brücke und die Severinsbrücke; auf der Hohenzollernbrücke teilst du dir den Weg mit sehr vielen Fußgängern – dort langsam fahren oder schieben. Auf der Zoobrücke und der Rodenkirchener Brücke ist es laut und windig, aber gut befahrbar.
Gibt es Zuschüsse für Lastenräder oder E-Bikes?
Förderprogramme von Stadt und Land wechseln häufig und sind oft schnell ausgeschöpft. Prüfe vor dem Kauf, ob aktuell ein Programm läuft – rückwirkend wird meist nicht gefördert. Viele Arbeitgeber bieten Dienstrad-Leasing an, das über die Gehaltsumwandlung deutlich günstiger sein kann als der Kauf.
Stand: November 2026. Angaben ohne Gewähr – Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.